Dienstag, 26. Januar 2016

Val McDermid - Jane Austens Northanger Abbey


Noch letztes Jahr habe ich die Anfrage bekommen Jane Austens Northanger Abbey von Val McDermid zu lesen. Ich mag Jane Austen gern und wer hat nicht zumindest den Film Stolz und Vorurteil gesehen. aber Jane Austen hat nicht nur Stolz und Vorurteil geschrieben, sondern auch ganz viele andere gute Romane. Besonders beliebt waren zu der Zeit von Jane Austen Gothic Novels, wovon Northanger Abbey eine Parodie ist. Das Original, das erst postum 1817 veröffentlicht wurde habe ich nicht gelesen, aber vielleicht hole ich das noch nach. Val McDermid hat die Geschichte jetzt erneut erzählt, allerdings in der heutigen Zeit, mit Smartphone, Internet und Autos. 


Die Handlung

Die Hauptperson ist die 17-jährige Pfarrerstochter Cat Morland (Catherine). Sie lebt in Dorset, einem kleinen Dorf im Piddle Valley. Sie wird von ihrer Mutter zusammen mit ihren Geschwister zu Hause unterrichtet und lebt mehr in ihrer Welt der Bücher als in der Wirklichkeit. Zusammen mit ihren Nachbarn und Freunden der Familie, dem Ehepaar Allen, darf sie zu einem Kulturfestival nach Edinburgh reisen. Dort trifft sie den Rechtsanwalt Henry Tilney und verliebt sich in ihn. Doch John Thorpe hat Interesse an Cat und versucht diese Verbindung zu sabotieren. John ist der Bruder von Bella, die mit Cats Bruder James anbändelt und eine Freundin von Cat wird. So gerät Cat in einige Zwickmühlen. Dennoch schafft sie es sich mit den Geschwistern Tilney (Henry und Ellie) anzufreunden und wird schließlich eingeladen mit auf deren Familiensitz Northanger Abbey zu reisen. Der Familiensitz ist düster und Cat fühlt sich plötzlich wie in einen Gruselroman versetzt. Denn sie vermutet dort wurde ein schreckliches Verbrechen begangen. Dies ruft jedoch einige neue Spannungen hervor. 


Meine Meinung

Den Anfang fand ich sehr holprig und mü xhselig. Ich brauchte eine Weile, um hineinzufinden. Ich dachte schon, ich würde von diesem Buch enttäuscht werden. Das mag daran liegen, dass sich dieses Buch schon sehr an der Original-Vorlage hält, zumindest denke ich mir das. Denn obwohl es in der heutigen Zeit spielt, spielt es irgendwie auch nicht heute. An vielen Stellen merkt man eben, dass es doch so 200 Jahre früher war. Es ist nicht schlimm und letztendlich macht genau dies, das Buch interessant, aber man braucht eben eine Weile um sich rein zu finden. So ging es jedenfalls mir. Das fällt besonders in den Verhaltensweisen auf. Ich finde, an vielen Stellen würden sich Jugendliche heutzutage eben nicht so verhalten, aber gerade dies macht auch den Charme des Buches aus. Man fühlt mit den Personen mit. Liebt Cat und Henry und fiebert mit den beiden mit, ob sie sich nun bekommen oder nicht. Ich glaube, das Ende wurde ein bisschen verändert, also wieso Cat aus Northanger Abbey geworfen wird. Hier, weil sie angeblich lesbisch ist. Mag vielleicht moderner sein, als mittellos und vielleicht sozialkritischer, aber ich fand es dennoch irgendwie verfehlt. Ok, den Rauswurf kann ich noch nachvollziehen aber nicht die Geschehnisse noch vier Jahre später. Das kam mir dann irgendwie zu kurz, wieso keiner mehr Kontakt zum General hat bzw. sich abgewendet haben. 

Toll dagegen fand ich das Festival an sich. Die Stimmung, die da aufkam. Herrlich, so was würde ich auch gerne mal erleben. Mit den ganzen Events, den Lesungen und Konzerten und Aufführungen. 


Fazit

Die Geschichte eine runde Sache. Interessant die 200 Jahre Spanne. Man merkt die alte Zeit und dennoch spielt es im hier und jetzt. 

Ich kann dieses Buch euch sehr ans Herz legen. Es ist mal was anderes in den doch bekannten Genres.


Mögt ihr Jane Austen?

Eure Kali



Dieses Buch wurde mir kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt

1 Kommentar:

  1. Ich finde deinen Blog sehr schön und ansprechend, du hast eine Leserin mehr :)
    http://mintcandy-apple.blogspot.de

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