Samstag, 12. Dezember 2015

Rezension: Eine Mama am Rande des Nervenzusammenbruchs von Nina Massek


Vor so 3 - 4 Wochen wurde mir dieses Buch zugeschickt. Die Anfrage habe ich sehr gerne angenommen, da dieses Buch einfach perfekt zu mir passt. Ich bin jetzt seit 1,5 Jahren am Rande des Nervenzusammenbruchs und es wird sich wohl auch nicht so schnell ändern. Ich muss ja gestehen, dass ich nur den Titel und die kurze Inhaltsangabe gelesen hatte. Erst beim Lesen des Buches ist mir bewusst geworden, dass Nina Massek eine Bloggerin ist - eine sehr erfolgreiche Bloggerin. Daher kannte ich zuvor ihren Blog Frau Mutter gar nicht. So bin ich an dieses Buch ganz unbefangen heran gegangen und wollte einfach ein paar nette Geschichten über das Leben von Eltern lesen. In der Hoffnung oder eher Erwartung, dass ich mich an der ein oder anderen Stelle wiedererkenne. Teils in der Hoffnung, auch anderen ergeht es genauso schrecklich, teils einfach um die Bestätigung zu haben, so schlimm ist das gar nicht, was ich mache.

Und so habe ich mich relativ schnell ans Lesen gemacht, als mich dieses Buch erreichte. Leider habe ich dennoch unglaubliche drei Wochen gebraucht es durchzulesen, obwohl es nur 288 Seiten hat. Früher wäre das in einem Tag gegangen, zumal bei dem Schreibstil, der einen einfach nur mitreißt und man beim Lesen die Zeit vergessen kann. Aber ich bin eben auch eine Mama am Rande des Nervenzusammenbruchs. Und so gab es hier Magen-Darm, mit einem kranken Kind, dass sich die Mama mal wieder als Bett ausgesucht hat. Natürlich habe ich es auch diesmal abbekommen und durfte mich einen Tag lang übergeben. Mein Körper sucht sich wohl immer die Übelkeit raus und kostet dies voll aus, sodass ich denke, ich sterbe und dann komplett schlapp bin mit 13 Stunden am Stück schlafen. Naja, man muss eben auch das gute daran sehen. So viel Schlaf, wird sonst auf mehrere Tage aufgeteilt. Davor war die Erkältung dran, davor eine Bindehautentzündung. Ach ja, jetzt ist wieder die Erkältung dran. Irgendwie habe ich auch das Gefühl, obwohl sie ein Kita-Kind ist, ist sie nie dort. So konnte ich dieses tolle Buch leider immer nur Stückchenhaft lesen. Aber es ist geschafft. Und nun komme ich wirklich zum Buch, obwohl thematisch waren wir ja schon mittendrin.    



Die Eckdaten:

2015, Originalausgabe.
Taschenbuch, Klappenbroschur, 288 Seiten
Goldmann
ISBN: 978-3-442-15864-5
€ 9,99 [D] | € 10,30 [A] | CHF 13,90 * (* empf. VK-Preis)
Erschien am 16. November 2015.

Meine Meinung: 

Schon nach dieser langen Einleitung könnt ihr euch denken, mir hat dieses Buch gefallen. Und wie sehr, sogar. Selten habe ich so oft gelacht (es ist wirklich schwer mich bei einem Buch dauerhaft zum Lachen zu bringen), selten habe ich mich praktisch auf jeder Seite wiedergefunden. Natürlich schreibt Nina Massek alles ein bisschen Überspitz, aber auch darin liegt die Wahrheit. Und zwar auch die Unschöne. Mit Kind ist nicht alles einfach und toll und alle die das behaupten, die lügen. Es gibt stressige Phasen, es gibt Phasen, wo man theoretisch verzweifelt. Das ist aber auch natürlich. Wir sind eigenständige Menschen und unsere Kleinen auch. Wir müssen eben zueinander finden.

Schon zu Beginn des Buches hatte sie mich. Wenn die Kleinen laufen lernen, und sie mal nicht wollen, sagen wir einfach, ok die Mama geht dann ohne dich - in der Hoffnung, nun wird uns brav gefolgt. Aber was macht man, wenn das nicht mehr funktioniert. Das habe ich mich auch schon gefragt. Obwohl meine Kleine da eigentlich seit Anfang an sehr stur war und auch auf ein, ich gehe ohne dich nicht hörte. Denn was soll ihr zu Hause schon passieren und in der Kita haben wir so auch schon ne halbe Stunde schreiend verbracht. Sie wollte ich nicht, und ich sah es nicht ein nachzugeben. So ist das eben, als Elternteil muss man sich durchsetzen. Und vieles ist für Kinder verboten, aber eben nicht für uns. Ich will nicht auf meine Süßigkeiten verzichten, auch wenn die Kleinen nicht soviel davon essen sollen. Wie ist das mit dem Fernsehen, den Haustieren, der elterlichen Nähe, Freizeitbeschäftigung, unliebsame andere Eltern und Kinder? In all diesen Situationen kann geflunkert werden und wird es auch. An vielen Stellen konnte ich nur denken, ja genau und an vielen Stellen dachte ich einfach, war ja klar, dass das so kommt. Denn irgendeine Folge hat die Flunkerei ja immer. Sei es mit noch mehr Schwindeleien oder Kompromisse mit den Kindern schließen. Manchmal kommt man aber auch so zu seinem derzeitigen Ziel.

Bei jedem Kapitel ist mir selber irgendeine Situation eingefallen. Vielleicht nicht genau mit diesem Ende oder mit diesen Flunkereien, aber Nina Massek hat Situationen gewählt, die jede Mama kennt. 

Ich will noch mal betonen, dass es alles Überspitz und Ironisch dargestellt wurde. Aber man findet sich einfach wieder. 


Mein Fazit:

Wenn ihr noch nichts zu Weihnachten habt, dieses Buch kann ich empfehlen. Es eignet sich wunderbar als Geschenk. Ober aber auch für einen selber, wenn man mal ein bisschen lachen will und alles nicht zu ernst nimmt. 


Wie klingt das Buch für euch?
Kennt ihr den Blog Frau Mutter?

Eure Kali


Dieses Buch wurde mir kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt

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