Montag, 17. August 2015

Rezension: Die Tage in Paris und Ein Bild von dir von Jojo Moyes


Ich bin ein großer Jojo Moyes Fan und habe bis jetzt alle ihre Bücher gelesen. Seit der ersten Stunde nimmt sie mich mit. Mal mehr, mal weniger. Ein ganzes halbes Jahr war super, Eine handvoll Worte hat mich auch super berührt, Weit weg und ganz nah zugeben weniger und nun die beiden Bücher Die Tage in Paris und Ein Bild von dir.

Die Tage in Paris sollen die Vorgeschichte zu Ein Bild von dir sein. Also habe ich es zuerst gekauft und gelesen. Die Meinungen dazu im Vorfeld, die ich gelesen habe, waren teilweise nicht so positiv. Nur Geldmacherei, bloß nicht kaufen... Zugegeben. Für ca. 100 Seiten 8 Euro zu zahlen ist heftig. Das Buch für sich gesehen war schön und ich konnte die Kritik nicht verstehen, zusammen mit Ein Bild von dir komme ich mir schon ein bisschen verarscht vor. Wieso, das könnt ihr gleich in den Rezensionen lesen.


Die Tage in Paris

Wie schon geschrieben, es hat nur ca. 100 Seiten und lässt sich daher schnell mal an einem Tag bzw. in ein paar Stunden oder auch nur einer lesen. Man wird in die Charaktere eingeführt. Das Liebespaar Sophie und Edouard und Liv und David. Die einen leben Anfang des 20. Jahrhundert, die anderen in unserer Zeit und beide sind zurzeit in Paris. Die einen Leben dort, die anderen sind auf Hochzeitsreise.
Schön geschrieben, man träumt dahin und fühlt mit. Eigentlich ein wundervolles Buch. Wie Eifersucht einen quält, versucht dem anderen zu vertrauen und was es heißt eine Ehe zu führen.

Ich muss ein bisschen Spoilern. Also Vorsicht. Obwohl es auch nicht so wirklich gespoilert ist.

Liv entdeckt "ihr Gemälde" in einem Museum/ einer Ausstellung. Da tritt das Bild das erste Mal in Erscheinung.

So weit so gut noch nicht schlimm... Und ich fand das Buch eigentlich toll....

...bis ich 'Ein Bild von dir' gelesen habe.... 




Ein Bild von dir

Auch hier geht es um die beiden Paare in den verschiedenen Zeiten. Sophie und Edouard leben in der Zeit des ersten Weltkrieges und Edouard ist an der Front und Sophie in ihrem Heimatdorf bei ihrer Schwester, das besetzt wurde von den bösen Deutschen. Man fühlt mit, man fiebert mit und das Ende will ich nicht verraten...

Der Schock für mich... David ist Tod. Er hat nur in der Vorgeschichte mitgespielt. Liv ist noch nach Jahren in Trauer und nun soll sie auch noch ihr Bild einfach weggeben, dass ihr David geschenkt hat. Natürlich taucht ein neuer Mann auf - Paul. Doch ausgerechnet der soll ihr das Bild wegnehmen.

Klingt jetzt eigentlich gar nicht schlimm. Und auch hier wäre es eine tolle Geschichte. ABER... (Vorsicht, ein bisschen gespoilert)

Entweder habe ich das falsch verstanden oder es ist die Juristin in mir...

Das Bild muss sie nur abgeben, weil es als gestohlenes Kunstwerk aus der Zeit des Krieges stammt und so dem ursprünglichen Eigentümer zurückgeben werden muss.
Gleich zu Beginn wird gesagt, Liv müsse das Bild nicht herausgeben, wenn es mal öffentlich ausgestellt wurde. Was leider nicht der Fall war, weil David es von einer Frau gekauft habe. Halt!!!! Was???? Habe ich was in der Vorgeschichte falsch verstanden? Als Liv auf 20 - 30 Seiten von den 100 in diesem Museum war? Ist das nicht öffentlich ausgestellt? Wieso war das Bild auf einmal immer in Privatbesitz? 

Ich finde das ist ein grober Fehler und der dürfte nicht passieren. Das ist nicht, so was wie in dem einen Buch hat sie rote Schuhe getragen und in dem anderen blaue. Ein Bild von dir wäre eigentlich nach 100 Seiten zu ende, weil es gar keinen Rechtsstreit geben müsste.  
So fühle ich mich als Leser schon ein bisschen verarscht und es riecht mit 'Die Tage in Paris' nach Geldmacherei. Wirklich schade!

Ansonsten wäre das Buch auch wieder toll.


Hat eine von euch diese beiden Bücher gelesen?
Habe ich was falsch verstanden?
Wie denkt ihr über solch einen inhaltlichen Fehler?

Eure Kali

Kommentare:

  1. Hallo Kali,
    ich mag leider das Genre nicht wirklich und habe ein ganzes halbes Jahr von ihr gelesen. Nicht ganz meine Welt, daher kann ich hier kein Urteil abgeben, aber so ein grober Fehler darf auf keinen Fall passieren.
    lg Tanja

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  2. Hallo,
    ich hab "ein Bild von dir" heute zuende gelesen und wundere mich schon länger, was dieser Irrtum soll. Bin froh, dass du das auch so siehst, denn ansonsten scheint sich ja niemand daran zu stören. Ich verstehe nicht, wie einer Schriftstellerin sowas passieren kann.

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