Dienstag, 3. März 2015

Kinderzeit: Der achte Monat


Schon geht es weiter mit dem nächsten Bericht. Da dieser wieder etwas länger wird, fange ich gleich an:




Die Ernährung

Da sollte nun der Nachmittagsbrei eingeführt werden - der OGB (Obst-Getreide-Brei). Meine selbstzubereiteten Breie mochte sie nicht - waren aber auch wirklich nicht lecker. Also habe ich es mit einem Gläschen versucht. Auch nicht wirklich erfolgreich. Dann Obst pur. Mochte sie auch nicht. Bis ich gelesen habe, dass es bis zu 10 Tage dauern kann, dass sich die Kleinen an den Geschmack von Obst gewöhnt haben. Also jeden Tag probiert. Alle Möglichen Sorten durch. Geklappt hat es dann - dank dem Tipp einer Freundin - mit Birne. Zeitgleich habe ich zusammen mit ihr eine richtige Banane gegessen, auch das mochte sie. Wohl auch mehr das Spiel mit einem richtigen Nahrungsmittel, aber ich finde es wichtig, dass sie nicht nur püriertes Zeug kennenlernt. Also Birne war es. Da gab es dann ein halbes Gläschen plus stillen. Dann Banane-Kirsch und so wurde das Obstsortiment immer mehr erweitert. Bis auch das Getreide wieder hinzukam und plötzlich hat sie es geliebt. Inzwischen isst sie davon so ein 3/4 bis ganzes Glas. An einen selbstgemachten habe ich mich noch nicht wieder rangetraut. 
Da ich Seminar hatte wurde dann auch einfach mal am Vormittag Obst gefüttert, denn stillen war immer noch so ein Problem und das hat sie ohne Probleme angenommen.
So wird, sie nur noch in der Nacht und am Morgen gestillt.
Letztendlich wurde alles anders und schneller eingeführt als geplant, aber so ist das eben.

Der Schlaf

Der wurde immer mehr zum Horror. In der Nacht immer wieder wach geworden und stillen bis zu dreimal. Das mag alles aber auch an einem Schub gelegen haben - der mal wieder zu früh kam. Und eventuell auch an zu wenig trinken und auch noch zu wenig Nahrungsaufnahme am Tag, sowie doch noch ein Stillbedürfnis. Denn in der Nacht wurde richtig getrunken und nicht nur ein paar Minuten, sondern eher 20-30. Zum Leidwesen meinerseits, da ich ja eigentlich schlafen will.
Eine Hebamme meinte, ich solle ihr das Stillen nu abgewöhnen, da sie das nicht nötig hat. So konsequent will ich das noch nicht machen, obwohl ich selber merke, ich bin an der Grenze und will nicht mehr. In der ersten Phase, wenn sie wach wird, bekommt sie auch nur noch was zu trinken und hat anscheinend wirklich nur "normalen" Durst. Zieht an ihrer Flasche und schläft wieder sofort ein. So bleibt 1-2 mal stillen. Aber es gab jetzt auch die erste Nacht, die richtig durchgeschlafen wurde. Ich hoffe also, weiter dass sie das von alleine hinbekommt. Auch wenn jetzt grad im neunten Monat wieder nicht an Schlaf zu denken ist. 

Die Kleine

Endlich kann ich hier auch mal wieder mehr berichten. Die Zeiten der großen Veränderungen haben begonnen. Ein Highlight: das Krabbeln! Vorher war es ein Rückwärts-schieben und im Kreisdrehen. Damit kam sie schon vorwärts, aber wirklich befriedigt hat sie das nicht. Mitte des Lebensmonats fing es an erst langsam und beschwerlich und dann immer schneller und nun ist sie eine Kleine Krabbel-Königin. Das Beste noch für mich, seitdem quengelt sie nicht mehr! Endlich, ein halbwegs friedliches Kind. Denn sie kann ihren Bewegungsdrang jetzt selbst bestimmen und es wird auch fleißig alles erkundet. Dadurch hat sie aber immer noch relativ viele Schlafphasen und wirklich ruhig ist sie nie. Also sie liegt nie ruhig da. 
Dann habe ich angefangen sie zumindest zum Mittagessen hinzusetzen. Ja, wirklich sitzen kann sie nicht. Also im Stuhl sitzt sie, aber sie setzt sich noch nicht alleine auf. Das übt sie grad fleißig. Dennoch wird sie mir einfach auf dem Arm zu schwer und ich finde es ist vertretbar für diese kurze Zeit am Tag.  Dann erkundet sie auch immer mehr ihre Umwelt, da ich sie nun draußen auch trage. S-Bahn fahren liebt sie erstaunlicherweise und schaut die ganze Zeit aus dem Fenster. Was ich allerdings gar nicht mag, sind wieder meine Mitmenschen bzw. diese alten Frauen, die nun auch an mich ganz nah herantreten, da ich ja ein Kind vor mir hertrage. Einfach so! Und die lassen sich auch nicht abwimmeln und müssen dann die ganze Zeit dutzidu immer wieder wiederholen. Am schlimmsten ist es, wenn die Kleine gerade schläft und dadurch wach gemacht wird. Sagt man etwas, ist man natürlich die böse böse Frau.
Und ein weiteres Highlight für mich. Sie sagt jetzt die Silben MamMamMam immer wieder und wieder. Ja, das bildet sich das Mutterherz etwas ein...

Kleidergröße 68/ 74 (vereinzelt noch 62)

Windelgröße Nr.3
Die Mama 

Auch mir geht es immer besser. Körperlich bin ich nun wieder praktisch die Alte. Ok, der Schwangerschaftsbauch ist immer noch da und stört mich jetzt gewaltig. Aber von der Gesundheit bin ich wieder hergestellt. Ich gehe fleißig einmal pro Woche zum Sport und erkämpfe mir auch so zwischendurch kleine Freiräume. Das braucht man einfach, finde ich. 
Geschminkt wird wieder, die alte Duschroutine ist zurück und ich achte eigentlich nicht mehr auf die Duftstoffe, mit denen ich mich zunebel.

Im nächsten Monat geht es weiter, mit dem Ernährungsverlauf, die ersten Zähne, Ängste und und und 



Die vergangenen Monate:


1. Monat

2. Monat
3. Monat
4. Monat
5. Monat
6. Monat
7. Monat

Eure Kali

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