Montag, 19. Januar 2015

Gelesen im November und Dezember 2014?


Ich möchte euch noch meine Meinung über die letzten zwei Bücher niederschreiben, die ich gelesen habe. Vermutlich meine letzten beiden... Und beide habe ich auch im November gelesen und gar keines im Dezember. Seit November sitze ich an einer Novelle, die keine 100 Seiten hat. Da könnt ihr mal sehen, wie viel Zeit ich habe. Aber immer wenn ich es jetzt mal schaffe mich aufs Sofa zu legen, das Buch zur Hand nehme, kann ich mit Gewissheit sagen spätestens nach zwei Seiten schreit die Kleine. Als ob sie das wüsste...

Kommen wir nun aber zum November. Zwei Bücher waren es also. Das eine war mein Flop-Buch des Jahres 2014 und ich hatte mich so darauf gefreut, es zu lesen. Das andere war dagegen wieder überraschend gut. Und zählt zu einen der besten Bücher des Jahres.



Timur Vermes - Er ist wieder da

Wer hat nicht von diesem Buch gehört? Voller Vorfreude und mit großen Erwartungen habe ich es gelesen und war dann umso größer enttäuscht. In meinen Augen ein Buch, das zu Unrecht teilweise so hoch gelobt wurde, dem zu Unrecht so viel Beachtung geschenkt wurde. Es war langweilig, die immer gleichen Witze, die nicht wirklich witzig sind und alle platten Vorurteile wurden bedient und daraus Witze gemacht. Das soll anspruchsvoll sein? "Gute" Literatur? Na, dann bin ich eben dumm und ungebildet. Ich konnte diesem Buch nichts abgewinnen. Ok an ein paar wenigen Stellen musste ich schmunzeln, das war es aber auch schon. Und ja, es geht um Hitler. Das allein reicht aber nicht für mich. Auf der einen Seite ein sehr ernst zu nehmendes Thema, auf der anderen Seite ist das alles so lange her... Dennoch glaube ich, dass es immer wieder dazu kommen kann, dass einzelne Personen/ Gruppierungen eine Masse überzeugen können. Aber das alles wäre ein anderes Thema für ein anderes Buch.  Insgesamt ist das aber ein Buch, das ich nicht empfehlen kann und werde. 


J. Courtney Sullivan - Sommer in Maine

So zum Beispiel dieses Buch. Es handelt von 4 Frauen, die alle irgendwie miteinander verwandt sind. Großmutter, Tochter und Enkelin und dann die Schwiegertochter/ Schwägerin. Die einzelnen Kapitel werden immer aus der Sicht einer dieser Frauen erzählt und eigentlich ist an dieser Geschichte nicht groß was dran. Also die eigentlich Handlung ist eine pure "langweilige" Alltagsgeschichte. Was so interessant an diesem Buch ist und was es in meinen Augen zu einem guten Buch macht, sind die Verknüpfungen zwischen den Personen. Wir erfahren durch die jeweilige Ich-Sicht, warum eine Person, wie gehandelt hat. Wie die Handlungen auf die anderen wirken und warum dann wieder eine Reaktion folgt. Wie diese gemeint ist und wie sie wirklich bei der anderen Person ankommt. Sehr interessant und dabei erfahren wir, mit welchen Problemen man selber noch zu kämpfen hat und man dann - auch wenn es einem bewusst ist - wieder mal falsch reagiert. Dazu kommen noch die verschiedenen, ich will mal sagen, Lebensmodelle. Die glücklich zum Schein Verheirateten, die womöglich wirklich glücklich sind, aber sieht so eine Ehe aus? Mit getrennten Betten oder ohne Sex? Die, die in wilder Ehe leben, scheinbar wirklich glücklich sind, aber ein "unkonventionelles" Leben gewählt haben. Diejenige, die Schwanger von ihrem Ex wurde und nun alleine ein Kind aufziehen will. Die "Erfahrene", die einfach mit den Schatten der Vergangenheit zurechtkommen muss. Ein auf den ersten Blick unscheinbares Buch, aber mit unglaublichen Tiefen.

Jede, die sich besonders für solche Zwischenmenschlichen Geschichten interessiert, kann ich dieses Buch nur empfehlen


Was haltet ihr von diesen Büchern?

Eure Kali

Kommentare:

  1. Hallo Kali,
    mir sagen die Bücher nichts, wobei mir das Cover von Er ist wieder da, bekannt vorkommt. Ich lese aber auch lieber Krimis, Thriller und Psychobücher
    Liebe Grüße Tanja

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    1. Ich lese ja alles Mögliche.
      Sommer in Maine dürfte auch eher unbekannt sein...

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