Montag, 29. Dezember 2014

Kinderzeit: Der sechste Monat


Durch die Feiertage kommt der Bericht des sechsten Monats schon wieder ein bisschen später. Wir gehen ja so langsam auf den achten Monat zu. Es passiert irgendwie immer so viel und dann auch wieder nicht. Es bleibt bei den großen Themen Ernährung und Schlaf. Und besonders die Ernährung beschäftigt mich und macht mir zu schaffen, aber das wird noch ein größeres Thema im nächsten Monat sein, wo sie Kleine mal wieder beweist, sie ist anders als alle anderen und man ihr eigenes Ding, jedes Buch zum Trotz.


Die Ernährung

Ich habe nun 5,5 Monat voll gestillt und zum Ende des sechsten Monats waren es noch 5-6 Stilleinheiten pro Tag. So gegen Ende des fünften Monats wurde angefangen Brei zu füttern. Allerdings gab es dabei aufs und abs. Irgendwann hat sie es verstanden vom Löffel zu essen und dann auf einmal wieder nicht. Inzwischen ist das kein Problem mehr und der Mund wird weit aufgerissen. Bis zum 5,5 Monat kam es vor, dass ich auch noch direkt nachdem Brei stillen musste. Es hat sehr von Tag zu Tag variiert, wie viel sie gegessen hat. Dann ging es aber plötzlich ganz schnell und ich musste jeden Tag die Menge erhöhen, weil es nicht ausreichte. 
Nur eine Gemüsesorte zu geben, habe ich so ca. drei Wochen getan. Ich wollte ihr und mir Zeit lassen und habe so die verschiedenen Sorten ausprobiert. Sie richtig auf den Geschmack kam sie auch erst mit dem Karotten-Kartoffelbrei und noch mehr als Fleisch dazu kam, wobei sie eindeutig auf Huhn/ Pute steht. Da kam ich auch gar nicht mit dem füttern hinterher und es musste sehr schnell gehen. So schnell, dass noch Stunden später wieder Brei heraus kam (sie war ja schon immer ein Spuckkind). Inzwischen haben wir aber ein gutes Tempo gefunden. Probleme gab es mit dem Trinken dazu. Es heißt zwar Stillkinder müssen nichts dazu trinken, aber ihr Stuhlgang wollte ja nicht so. Alles probiert verschiedene Teesorten; Wasser. Dann habe ich kapituliert und ihr verdünnten Karottensaft gegeben, wurde zumindest ein bisschen getrunken. Nun den Apfelsaft zieht sie weg, wie nichts und es gibt seitdem auch keine Windelprobleme mehr. 


Der Schlaf

Irgendwie machen wir da Rückschritte. In den ersten Monaten war der Nachtschlaf kein Problem und wird nun immer mehr eines. Eher 2 mal in der Nacht stillen ist Pflicht und auch zwischendurch wird sie nun wach und ich muss immer wieder raus. Zeitweise bin ich auch echt schlecht gelaunt. Ich brauche doch ein bisschen Schlaf! Auch in den Schlaf findet sie nicht mehr so leicht. Ich habe da auch mittlerweile keine Hoffnung mehr, das es besser wird. Vor  allem, wenn man dann die Ereignisse im siebten Monat betrachtet. 


Die Weihnachtszeit

So wirklich viel hat sie ja nicht mitbekommen. Merkwürdige Kerzen und Lichter waren an. Und jeden Tag diese Musik. Immerhin mochte sie es, wenn ich Weihnachtslieder gesungen habe und den Adventskalender hat sie auch geliebt. Es hat mich schon erstaunt wie schnell sie gelernt hat, die Türchen selber aufzuziehen und Sachen aus dem Kästchen zu holen.


Die Kleine

So wirklich "neue Fähigkeiten" kann sie nicht. Eher wurde alles verbessert und verfeinert. Sie ist aufmerksamer und nimmt mehr wahr. Was mich nervt ist das Greifen und das rausziehen einzelner Haarsträhnen bei mir. Ich mag diese Schmerzen nicht und im Laufe des Tages werde ich dann auch schon sehr gereizt. Das erste Zahnen liegt hinter uns und es war nicht schön. Man weiß zunächst ja nicht was los ist und zwei Tage lang war es keine schöne Zeit hier. Dreimal mussten wir zu Zahnungsgel greifen, was wirklich gut hilft. Ich hab mich da nicht so, ich schmiere nicht ihren Mund voll und benutze es auch nur, wenn es anders nicht geht. Aber wieso sollte ich uns beide quälen? 
Es stand wieder eine Impfung an, die ohne Fieber verlief.

Kleidergröße ist die 62/ 68 und Windelgröße Nr. 3.


Die Mama

In den letzten Monaten kam von mir nicht sehr viel positives. Das hat sich nun geändert. Mein Körpergefühl ist irgendwie wieder zurück. Ich nehme ihn wieder wahr und fühle mich auch gut in ihm. Seitdem ich weniger stille geht auch das Gewicht komischerweise zurück. Heißt es nicht immer beim Stillen verliert man die Pfunde? Tja, wie die Tochter so auch die Mutter. Was in Büchern steht gilt nicht für uns. Jetzt 6 Monate später habe ich 20 Kilo meiner Schwangerschaftspfunde verloren, bin zufrieden damit und der Rest wird auch noch in den nächsten Wochen folgen. Eigentlich passen mir alle alten Sachen wieder, nur eben nicht am Bauch und das wird wohl auch noch ein Problem bleiben. Aber da schau ich mal in 6 Monaten weiter. 
Ich habe wieder angefangen zu lernen und durch diese Doppelbelastung gehe ich doch sehr an meine Grenzen. Aber es muss ja eben. Der Examenstermin rückt immer näher. Dadurch fühle ich mich aber auch besser, wieder so, als ob ich was geschafft habe. 


Im nächsten Monat kommt die tolle Geschichte, wie der Abendbrei eingeführt wurde und das erste Weihnachtsfest fand statt, sowie der Jahreswechsel.


Die vorherigen Monate nochmal zum Lesen:

1. Monat
2. Monat
3. Monat
4. Monat
5. Monat

Eure Kali

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