Dienstag, 8. Juli 2014

Schwangerschaft/ Kinderzeit: Die Geburt und die ersten Tage danach


Heute berichte ich von der Geburt von der Kleinen und von den ersten Tagen im Krankenhaus. Ich bin länger drin geblieben, als ursprünglich geplant und wir hatten alles andere als einen guten Start...


Die letzten Tage der Schwangerschaft bzw. die Geburt:

Ich weiß, ich bin verrückt, aber schon als die ersten Anzeichen zur Entbindung kamen und auch als ich schon Wehen hatte, habe ich fleißig weitergebloggt. Irgendeine Ablenkung braucht man ja. Vorher kamen mir schon Zweifel woran ich den Beginn der Wehen erkennen soll und auch jetzt im Nachhinein kann ich es nicht wirklich sagen, woran man den Beginn erkennen kann. Die ersten Anzeichen kamen bei mir anderthalb Wochen vor der Entbindung und ich konnte mir von jedem anhören, oh in spätestens zwei Tagen ist die Kleine da. Aber nicht mit ihr. Weitere Anzeichen kamen und nichts passierte. Auch als ich alle durch hatte, dauerte es letztendlich noch eine Woche. Dann fingen nachts Wehen im Abstand von ca. 30 Minuten an und diese hatte ich einen Tag lang. In der Nacht danach verkürzten sie sich auf 6-10 Minuten je nachdem. Gegen Morgen wollte ich dann irgendwie in die Klinik, war nur so ein Gefühl und dort hieß es, ja sie kommt wirklich und der Muttermund sei schon 4 cm geöffnet. Das war es dann aber auch wieder. 4-5 Stunden später kam ich an einen Wehentropf und es ging weiter. Doch sollte nicht irgendwann die Fruchtblase platzen? Tja, das wollte sie bei mir nicht und auch dies musste herbeigeführt werden. Dann ging es sehr schnell. Die Wehenphase ohne zu pressen war schrecklich, als ich dann endlich pressen durfte, war es auch schon nach zweimal überstanden. Hinterher ist mir auch erst aufgefallen, dass ich gar keine PDA hatte.
Wie lange jetzt die Geburt bei mir gedauert hat, kann ich daher gar nicht sagen, weil ich nicht so recht weiß, ab wann ich "rechnen" soll.
Insgesamt fand ich die Entbindung aber nicht als so schlimm. Also nicht als so schlimm, wie das was danach kam. Wer dazu näheres Wissen will sollte mal googeln, was bei einer Geburt alles passieren und wie das Wochenbett ablaufen kann.


Die ersten Stunden bzw. Tage:

Es ist wirklich Liebe auf den ersten Blick und unbeschreiblich, wenn man sein Kind das erste Mal auf dem Arm hat. Auch die schnelle Bindung und was für Sorgen man sich macht, aber auch die Freude sind unbeschreiblich. Leider hatten wir keinen guten Start. Ich bin gleich mal im Kreißsaal praktisch umgekippt. Der Kreislauf, weil ich zu viel Blut verloren habe und die Kleine hatte noch zu viel Fruchtwasser im Magen, so dass sie nichts zu sich nehmen wollte. So gab es Startschwierigkeiten beim Stillen und ich hatte zuerst keine Muttermilch. Das hat mich total fertig gemacht und ich hatte solche Angst, dass bei mir nichts kommen würde. Also in der Klinik bei der Pumpe gesessen und die Kleine mit der Flasche gefüttert. Ich kann im Nachhinein nur sagen, dass mit der Pumpe ist wirklich nicht schlimm und manchmal dauert es eben ein paar Tage bis der Milcheinschuss kommt. Auch wenn ich das in der Situation nicht glauben wollte und mit jeder Stunde mehr verzweifelt bin. Inzwischen kann ich stillen und die Kleine nimmt auch an Gewicht zu, nur wenn ich bis heute nicht verstehen kann, was am Stillen so toll sein soll. Es nervt nur!
In der Klinik war dann noch alles gut mit der Kleinen, sie war eigentlich das friedlichste Kind überhaupt. Nur noch ein Zwischenfall gab es, weil sie zu viel Luft geschluckt hatte und sie kam an ein Überwachungsgerät. Kein schöner Augenblick und ich sag euch, achtet sehr genau auf den Rülpser und lieber ein bisschen länger klopfen!
So verging die Zeit dort sehr schnell und dann hieß es ab nach Hause.
Ich hatte mich sehr gefreut, denn zu Hause ist es ja doch was anderes. Man erholt sich besser, weil es die eigenen vier Wände sind und man will auch endlich in seinen eigenen Alltag kommen ohne "Beobachtung".


Bis jetzt hat es sich hier nicht wirklich entspannt und es ist alles nervig und stressig. Aber dazu komme ich dann in meinem ersten Monatsbericht.

Bis dahin...

Eure Kali

Kommentare:

  1. Ach herrje... Das klingt ja wirklich alles recht anstrengend und nervenaufreibend... Aber auch sehr ehrlich. Halte einfach durch, das wird sicher besser! Und alles Gute nochmal für dich und deine Tochter!

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  2. Hattest ja eine schöne Geburt. Ich wäre auch was umgekippt, aber nur weil ich das letzte Mal was zum Frühstück gegessen habe. Was findest du am stillen denn so nervig? Ich fand das wirklich schön.
    Kopf hoch ... Es wird besser.
    LG Tina

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    1. Die Kleine strampelt meist so doll rum, dass immer ihre Arme im Weg sind, halte ich sie weg, macht sie den Mund nicht auf. Inzwischen ist das zwar besser geworden, aber besonders, wenn die Nerven sowieso schon angekratzt waren, war das sehr nervig. Dann muss ich immer aufpassen, weil sie sich nach ein paar Minuten losreißt und dann zwar noch Hunger hat, aber nicht mehr so wirklich an die Brust will. Dadurch sitze ich dann nur rum und warte und finde das extrem langweilig. Genauso finde ich jetzt das Gefühl nicht so berauschend...
      Zu Beginn konnte ich auch nicht sitzen, was das alles auch erschwert hat... Ach so viele kleine Dinge, die zusammenkommen. Werde ich aber wahrscheinlich auch nochmal genauer drauf eingehen im nächsten Bericht. :)

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  3. Erst mal Glückwunsch zur Geburt! Das stressige legt sich mit der Zeit, bis ihr euch aufeinander eingependelt habt. Genieße die Zeit und alles Gute für euch! LG

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