Freitag, 30. Mai 2014

Schwangerschaft: Yoga für Schwangere


Schon zu Beginn der Schwangerschaft stand für mich fest, irgendeine Art von Bewegung will ich auch in der Schwangerschaft weitermachen. Zuvor war ich 2-3 mal die Woche zum Frühschwimmen, also kurz nach 6 Uhr war ich in der Schwimmhalle und zog für eine Stunde meine Bahnen. Leider reagierte mein Körper sofort nach der Befruchtung mit einer Blasenentzündung, und so bekam ich sogar Antibiotika, weil ich da noch nicht wusste, dass ich schwanger bin. Dann ereilte mich ja sehr schnell die Müdigkeit und ich wollte einfach im Winter nicht um 5 Uhr morgens aufstehen. Ich gebe zu, da war ich zu faul.

Nun denn, es gibt ja auch genug Kurse für Schwangere. Ab einem gewissen Monat war ich mir auch nicht mehr sicher, wie viel ich meinem Körper bzw. dem Ungeborenen zumuten kann und fand einen Kurs unter Anleitung da am Besten. Beim Stöbern im Internet bin ich so auch auf die Variante Yoga für Schwangere gestoßen. Hierbei soll man nicht nur durch bestimmte Übungen auf die Schwangerschaft vorbereitet werden, es werden auch bestimmte Atemtechniken erlernt, die einem bei der Geburt helfen können und es werden allgemeine Übungen durchgeführt, um den Stress abzubauen und ruhiger zu werden.

Klang für mich jetzt interessant und das Beste daran, ein Großteil der Kursgebühren werden von der Krankenkasse übernommen. Also man kann sich für einen "Sport-Kurs" in der Schwangerschaft entscheiden. Entweder z.b. Gymnastik oder eben auch Yoga.



Die Kurs-Suche:

Ich finde es ja immer wieder erstaunlich. Ich wohne in Berlin und habe dennoch Probleme bestimmte Kurse oder Angebote zu finden. Wie ist dass denn erst in einer Kleinstadt oder auf dem Land. Ok, ich gebe zu bei manchen Sachen habe ich auch den Anspruch nicht zu weit zu fahren. Das war jetzt hier der Fall beim Yoga. Aber das ich nicht mal was vernünftiges gefunden habe zu Gebärdensprache oder Kochkursen...
Nun gut, wir sind jetzt hier beim Yoga. Auch da habe ich einige Wochen gesucht, weil die meisten Kurse nicht mehr oder zur Zeit nicht angeboten werden oder auch weil ich zuden angebotenen Zeiten arbeiten musste. Letztendlich bin ich bei meiner jetzigen Hebammenpraxis fündig geworden, wo ich auch nur ca. 15 Minuten hinlaufe.

Ein paar Eckdaten:

Der Kurs hatte 8 Termine und hat 100 Euro gekostet.  
Die Krankenkasse soll wohl einen Anteil von 70-75 Euro übernehmen, sofern man 80% der Zeit anwesend war. Im Moment warte ich noch auf die Bescheinigung, dass ich regelmäßig am Kurs teilgenommen habe und werde das dann bei meiner Krankenkasse einreichen, wie viel ich dann erstattet bekomme, werde ich sehen. Ich hatte nur schon von einer ehemaligen Teilnehmerin gehört, dass es bei ihr keine Probleme gab und auch sehr schnell ging. Hängt vermutlich aber auch von der Krankenkasse ab. 

Der Ablauf einer Kurs-Stunde:

Eine Stunde ging bei mir 90 Minuten. 
Zu Beginn haben wir uns ausgetauscht, wie es der Einzelnen in der vergangenen Woche ergangen ist und welche Beschwerden so aufgetreten sind. Auch einige Tipps konnte man so austauschen. 
Dann wurde sich hingelegt und eine Entspannungsübung gemacht, um so den Alltagsstress abzubauen. Weiter ging es mit Dehnungsübungen, sowieso verschiedenen Lockerungsübungen für die verschiedenen Bereiche. Fragt mich nicht, wie die einzelnen Übungen heißen, aber es waren welche für den Rücken oder auch eben Becken-Boden-Übungen. Wichtig waren auch die Atemübungen, davon haben wir immer die zwei gleichen gemacht, natürlich auf Schwangere angepasst. Vorletzte Woche haben gleich drei aus dem Kurs schon entbunden und eine ließ uns mitteilen, dass ihr diese Atemtechniken während der Geburt sehr geholfen haben. Dann gab es immer nochmal ein paar verschiedene Übungen und zum Schluss ging es nochmal ans entspannen.
Abschließend wurden irgendwelche Chakren-Gesänge (heißen die so?) gesungen. Da habe ich mich still enthalten, weil das doch irgendwie nichts für mich ist. Auch habe ich gehört, dass sei nicht in jedem Kurs so.

Fazit: 

Insgesamt hat sich der Kurs für mich gelohnt. Es gab zwar einige Hochs und Tiefs, aber das ist normal denke ich. Yoga hat mir geholfen, mich zu entspannen, vor allem als ich noch arbeiten musste. Da war es ganz gut einmal die Woche für 90 Minuten runter zukommen und auch nach der Stunde bin ich entspannt durch den Tag gelaufen. Teilweise vielleicht zu entspannt. Auch haben die Übungen gut bei etwaigen Verspannungen geholfen, insbesondere im Rücken. Die Muskulatur wurde gelockert und man hat sich auch ein Stück weit beweglicher gefühlt. Zugegeben, es hat mich einige Male auch an Überwindung gekostet hinzugehen, zumal ich seit Beginn der Schwangerschaft so empfindlich mit meinem Bauch bin. So um die 31./ 32. Woche bekam ich einen Wachstumsschub am Bauch und da war es teilweise für mich ganz schön anstrengend die Übungen zu machen. Die Beweglichkeit lässt doch nach und es ist nicht alles immer möglich, aber in solch einem Fall wurde uns dann eine Ersatz-Übung angeboten. Man sollte nichts machen, was schmerzen bereitet, sondern alles soll einem ja nur helfen. 

Also ich bin froh, diesen Kurs gemacht zu haben und kann es eigentlich auch nur empfehlen.


Was haltet ihr von Yoga in der Schwangerschaft oder von Sport allgemein in der Schwangerschaft?

Eure Kali

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