Donnerstag, 12. Juli 2012

Rezension: Lucinda Riley - Das Mädchen auf den Klippen

Das zweite Buch, welches ich mir vor kurzem gekauft hatte, war "Das Mädchen auf den Klippen" von Lucinda Riley. Dieses Buch wollte ich lesen, weil mir schon ihr erstes Buch "Das Orchideenhaus" so gut gefallen hat. In Kritiken vor dem Kauf, hatte ich gelesen, dass das Buch kein guter Nachfolger wäre und es insgesamt langweilig sei. Davon wollte ich mich selber überzeugen.

Inhaltsangabe vom Buchinnendeckel:

Vor zehn Jahren hat die junge Künstlerin Grania Ryan ihre irische Heimat verlassen, um in New York ihr Glück zu finden. Doch nach einem traumatischen Erlebnis kehrt sie zurück an den Ort ihrer Kindheit: das kleine Farmhaus ihrer Eltern nahe den Klippen von Dunworley Bay. Um den Kopf frei zu bekommen und ihre trüben Gedanken zu verscheuchen, unternimmt Grania an einem stürmischen Nachmittag einen Spaziergang an der Steilküste und traut ihren Augen nicht, als sie ein kleines Mädchen am Rande des Abgrunds stehen sieht: barfuß und nur mit einem Nachthemd bekleidet, das feuerrote Haar vom Wind zerzaust. Vorsichtig nähert sie sich der Kleinen, aber das Mädchen dreht sich wie in Trance nur für einen Momant um und läuft dann davon. Als Grania ihrer Mutter Kathleen von der seltsamen Begegnung erzählt, reagiert die sonst so offene und herzliche Frau abweisend, ja fast erschrocken. Denn Kathleen weiß, wer das Mädchen auf den Klippen ist: Aurora Lisle, die Erbin von Dunwirley House. Und sie weiß auch, dass sie nun ihr jahrelanges Schweigen brechen muss, wenn die tragische Geschichte von Liebe und Tod, die die beiden Familien seit Generationen verbindet, nicht auch Granias Schicksal bestimmen soll...

Meine Meinung:

Das Buch ist, wie sein Vorgänger, in zwei Geschichten aufgeteilt. Einmal die Geschichte in der Gegenwart (welche, wenn man es streng betrachtet aus zwei Geschichten besteht) und einmal die in der Vergangenheit. Die Sprünge in der Zeit sind aber nicht Kapitel abhängig, sondern kommen von Zeit zu Zeit. Das Besondere an dem Buch ist, das es eine Haupterzählerin (Aurora) der Geschichte gibt. Immer mal wieder gibt sie über ein bis zwei Seiten ihren Kommentar zu den Geschehnissen ab, wobei sie einen als Leser persönlich anspricht. Die Geschichten die nebeneinander erzählt werden, führen am Ende zusammen, wo dann auch noch einige Überraschungen auf einen warten. Ein Teil des Endes hätte ich so gar nicht erwartet, besonders als Aurora das letzte Mal an einen das Wort richtet. Das Buch endet nicht komplett mit einem Happy End, was mir aber auch sehr gut gefallen hat.
Granias Handlungen mag man vielleicht am Anfang nicht ganz nachvollziehen können, dass legt sich aber, umso mehr man erfährt. Bei Matt's Handlungen (Granias Freund in New York) möchte man oft einfach nur dazwischen rufen, sei doch nicht so ein Idiot. Dieser Abschnitt ist eventuell ein bisschen Klischee-Haft, wird es aber leider doch allzu oft auch im wahren Leben geben. Warum Kathleen sich so schwer tut, Grania die Geschichte der Familien zu erzählen, ist für mich nicht ganz so nachvollziehbar, aber dient wohl auch hauptsächlich dazu, immer mal wieder Abschnitte einzufügen, die die alte Geschichte erzählen.  Mary (die Hauptperson in der Vergangenheit) ist einem wiederum einfach nur sympathisch. Eine mutige Person, die ihre Schicksalsschläge erlebt und dennoch versucht immer das Richtige zu tun. 
Neben diesem schon abgegriffenen Thema von Arm und Reich, geht es vorallem in diesem Roman um Familienzugehörigkeit und Freundschaft und was man bereit ist für andere Menschen zu tun und zu riskieren.

Meine Empfehlung:

Ich kann dieses Buch uneingeschränkt empfehlen. Ich finde auch es ist ein würdiger Nachfolger vom Orchideenhaus. Ok, man erkennt einige Parallelen (z.B. die zwei Geschichten (Vergangenheit/ Gegenwart), aber das sind nunmal die Merkmale eines Autors. 
Für jeden, der dieses Genre mag ein absolutes Muss!

Eure Kali

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