Donnerstag, 28. Juni 2012

Rezension: Nicolas Barreau - Das Lächeln der Frauen

In letzter Zeit lese ich sehr viel. Vor ca. 2 Wochen sind wieder zwei neue Bücher in meine Sammlung gekommen. Eins davon war "Das Lächeln der Frauen" von Nicolas Barreau. Ich hatte mich dafür entschieden, nach dem Stöbern im Internet und weil es auf der Spiegel-Bestseller-Liste auf Platz 1 war. Es sollte lustig und unterhaltsam sein.

Inhaltsangabe vom Buchdeckel:

Die Restaurantbesitzerin Aurélie hat Liebeskummer: Von einem Tag auf den anderen wurde sie von ihrem Freund verlassen. Unglücklich streift sie durch Paris und stößt in einer Buchhandlung auf einen Roman, der gleich in den ersten Sätzen nicht nur ihr Lokal, sondern auch sie selbst beschreibt. Natürlich möchte Aurélie den Autor kennenlernen, doch der ist leider sehr menschenscheu, erzählt der Lektor des französischen Verlags. Aber Aurélie gibt nicht auf...

Eckdaten zum Buch:

Seiten: 334
Erscheinungsjahr: 2010
Verlag: Piper
Preis: 9,99€



Meine Meinung zum Buch:

Für meine Verhältnisse, habe ich für die knapp 330 Seiten sehr lange gebraucht (ca. eine Woche und das bei einer relativ großen Schrift). Ich bin mir auch noch unschlüssig, wie ich das Buch einstufen soll. Ist es nun gut oder nicht? Würde ich es weiterempfehlen? Wohl eher nicht!
Aurélie Bredin ging mir die meiste Zeit auf die Nerven (dass mag aber auch daran liegen, dass ich nicht immer dieses "typische" Frauen-Denken habe). Besonders am Anfang, wo sich der Autor, wohl bemerkt ein Mann!!!, in die Rolle einer Frau hinversetzt und ihre Gefühle und Gedanken beschreibt. Das ist ihm für mein Empfinden eindeutig missglückt. Ich fand es auch sehr verwirrend, dass zwei Personen, nämlich die Hauptpersonen (Aurélie und André), die Geschichte in der Ich-Form erzählen. Da wusste ich immer zuerst gar nicht wer nun erzählt. 
Noch nerviger als Aurélie, kam mir jedoch Bernadette vor, ihre beste Freundin. Ich war sogar kurz davor, das Buch wegzulegen. Wenn man verlassen wird, braucht man doch keine besserwisserische, nervtötende Freundin, die die derzeitige Gefühlslage von einem komplett ignoriert!
Im letzten Kapitel war von den nervenden Eigenarten der Personen erstaunlicher Weise nichts mehr da (Bernadette taucht dort nicht auf). In dieser Art wäre das Buch gut gewesen. Es ging sogar soweit, dass mir der Chef von André richtig sympathisch wurde.
Wie ihr auch auf dem Foto erkennen könnt, wird dort zitiert, dass das Buch komisch und witzig sein soll. Mein Problem: Ich habe kein einziges Mal gelacht, noch nicht einmal geschmunzelt! Die Geschichte wurde langweilig dahin erzählt, mit unzähligen Anspielungen zu Literatur, Film, Kunst und Sprache. Leider macht dies allein ein Buch für mich nicht anspruchsvoll.
Das Geheimnis um den Autor, wieso er so menschenscheu ist, wird schon auf Seite 70 aufgelöst, damit ist die Spannung raus. Wahrscheinlich soll dass das Witzige an dem Buch sein. Ich habe mich einfach nur geärgert!

Meine Empfehlung:

Ich kann dieses Buch nicht wirklich empfehlen. Es gibt bestimmt genug Leute, die es mögen, aber meines war es nicht. Daher würde ich jedem raten, lieber zu einem anderen Buch zu greifen, als zu diesem.

Eure Kali

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